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Simon, der Zelote [Legende: Simon und Judas Thaddäus als Brüder von Jakobus d.J.]

Simon trägt den Beinamen Zelot, weil er der politisch radikalen Bewegung der Zeloten angehörte, die die gewaltsame Vertreibung der römischen Fremdherrscher aus Israel zum Ziel hatten. Das Neue Testament nennt ihn nur bei der Aufzählung/Aussendung der zwölf Jünger (Mt 10,4; Mk 3,18) und nach der Himmelfahrt (Apg 1,13). Eine besondere Erwähnung findet Simon nicht. Die Legende nennt Simon und Judas Thaddäus als Brüder von Jakobus dem Jüngeren (später Bischof von Jerusalem). Einer weiteren Legende nach soll Simon mit Judas Thaddäus in Syrien und Mesopotamien und dann in Babylon gewirkt und Wunder vollbracht haben. Er soll den Märtyrertod durch Enthauptung oder mittels Zersägen erlitten haben.

Attribute : Beil, Keule, Säge

Wir finden Simon in der Apostelreihe ohne besonderes Attribut.

 

Jakobus, der Ältere [Bruder von Johannes]

Jakobus war der Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome. Er war, ebenfalls wie der ältere Bruder Johannes, Fischer. Der Beinamen "der Ältere" wurde ihm als erst berufener Jakobus gegeben. Die Brüder Jakobus und Johannes wurden von Jesus zu seiner Jüngerschar berufen (Mk 3,17). Jakobus gehörte mit Johannes und Petrus zu den vertrautesten Jüngern Jesu (Mk 5,37; 9,2; 14,33), die bei der Verklärung Jesu und in seiner Todesangst im Garten Gethsemane zugegen waren.

Der Überlieferung nach verkündete Jakobus nach Pfingsten in der Gegend um Samaria und Jerusalem das Evangelium bis er durch Herodes Agrippa I von Judäa im Jahr 43 enthauptet wurde. Er ist der erste Märtyrer unter den Aposteln (Apg 12,1-2).

Im Jahr 70 sollen seine Gebeine in den Sinai (Jakobi-, später Katharinenkloster) und von dort später nach Spanien (heutiges: Santiago de Compostela) gebracht worden sein, wo der Legende nach sein Grab um 820 n. Chr. gefunden sein soll. Vom 11 Jh. an ist Santiago de Compostela eine der berühmtesten Wallfahrtstätten. Eine Missionsreise des Jakobus nach Spanien, wo er nach der Himmelfahrt Christi gepredigt und Jünger geworben habe, wird als Legende eingestuft! Santiago ist der spanische Name für Jakobus.

Attribute: Buch, Muschel, Pilgertracht

Der unmittelbar neben Paulus stehende Jakobus weist ein deutlich kürzeres Übergewand als das aller anderen Apostel auf. Diese Übergewandt könnte als Pilgertracht gedeutet werden. Vielleicht könnte auch eine andere Überlegung zu diesem Ergebnis führen: Petrus, Johannes und Jakobus d.Ä. waren nach den Evangelien die vertrautesten Jünger Jesu. Als weiterer Apostel von besonderer Bedeutung kam später Paulus dazu. In der Aposteldarstellung in unserer Kirche finden wir diese vier Personen auf der Nord- und Südwand als erste von Osten her, die Himmelsrichtung, die für die Christenheit das Licht, die Erlösung darstellt. Es ist denkbar, dass der unbekannte Maler oder die Veranlasser der ergänzenden Namensergänzungen auch diesen Gesichtspunkt der Rangfolge gesehen haben.

 

Paulus, vorher Saulus

Saulus ist als Sohn vermögender jüdischer Eltern mit römischem Bürgerrecht und vermutlich im Jahre 5 n.Chr. in Tarsus/Kleinasien geboren. Er beherrschte die griechische Sprache und erlernte den Beruf des Vaters als Zeltteppichweber. Er folgte auch seinem Vater in dessen Amt als Pharisäer, eines jüdischen Theologen im Laienstand. In Jerusalem erfuhr er eine weitere theologische Ausbildung. Er verfolgte aus Glaubenseifer die aufkommende christliche Kirche, da er sie als eine Sekte hielt, die vom Gesetz abwich und deshalb zerstört werden müsse (Gal 1,13). Saulus erhielt den Auftrag, in Damaskus weitere Christen zu verfolgen. Auf dem Weg dorthin kam es zur Begegnung mit dem auferstandenen Jesus und seiner Bekehrung (Apg 9,1-19). Dies veränderte sein Leben (Apg 22,5-16; 26,12-18). Saulus wurde von Ananias auf den Namen Paulus getauft (Paulus = röm. Übersetzung von Saulus).

 

Paulus wurde Missionar in der Synagoge von Damaskus bis er verfolgt wurde und mit Hilfe von Freunden über die Stadtmauer entkam (Apg 9,1-25). Der Weg führte Paulus zunächst nach Arabien, später nach Jerusalem (Apg 12,1-19). Seine Gegenwart in Jerusalem wurde zunächst von der Jüngerschar mit Skepsis/Misstrauen gesehen, bis er in die Apostelschar aufgenommen wurde.

Nach einer ersten Missionsreise nach Zypern und ins südliche Kleinasien (Apg 13; 14) kehrte Paulus nach Jerusalem zurück und nahm am Apostelkonzil (48 n.Chr.) teil. Hier kam es zur Auseinandersetzung mit Petrus. Während Petrus sich ausschließlich für die Judenmission aussprach, setzte sich Paulus für die Mission an Nichtjuden ein. Mittler dieser beiden Positionen war Jakobus, der Jüngere, Leiter der Urgemeinde und Bischof in Jerusalem.

Auf zwei weiteren Missionsreisen (50-52 sowie 52-56 n.Chr.) reiste Paulus nach Galatien und Mazedonien (Philippi, Thessaloniki) sowie nach Korinth und Athen (Predigt vor dem Altar des unbekannten Gottes –Apg 17,22-31-) und nach Ephesus (Apg 15,35-18,22). Er wird wegen seiner Missionstätigkeit mehrmals in Gefangenschaft genommen. Nach seiner Rückkehr in Jerusalem wurde er im Jahr 57 erneut gefangen genommen, aber wegen seines römischen Bürgerrechtes nach Rom versandt/verbannt. Auf der Reise dorthin verschlug ihn ein Schiffbruch vorübergehend nach Malta. In Rom soll er offenbar recht frei gewirkt haben und wohl im Jahr 62 n.Chr. eines natürlichen Todes gestorben sein, so eine Überlieferung. Nach verbreiteten Legenden soll Paulus mehrmals in Rom mit Petrus zusammengekommen und auch mit ihm gemeinsam vor Nero aufgetreten sein. Paulus soll nach der Legende im Jahr 67 n.Chr. als Märtyrer enthauptet worden sein.

Schwerpunkt der Glaubensverkündung von Paulus ist die Gnade Gottes, die er den Menschen erweist, ohne dass sie durch Leistung verdient wurde.

Das Neue Testament enthält 13 Briefe, die Paulus als Absender nennen, von denen aber vermutlich nur 7 von Paulus selbst stammen: 1. Tessaloniker, Galater, 1. u. 2. Korinther, Römer Philipper und Philemon. Diese Briefe gelten neben der Apostelgeschichte als wichtigste Quellen, die Auskunft über Paulus geben.

 

Attribute: Buch, Schwert, Bart

In der Apostelreihe finden wir Paulus nur mit dem Schwert. Es fehlen ihm das Buch und der Bart.


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